Sie sind mitten unter uns und zumeist sieht man es ihnen nicht an. Bis sie davon zu erzählen beginnen, wie ihre Eltern oder Großeltern einst in ferne Länder aufgebrochen sind, als Missionar*innen. Sie selbst oder ihre Eltern sind mitausgereist oder gar dort geboren: In Papua-Neuguinea oder Tansania oder … In Neuendettelsau als Zentrum der bayerischen Mission und in der Umgegend sind solche Lebensläufe nicht selten. Und dennoch sind sie besonders, speziell, sie prägen vielleicht mehr oder anders als „typisch fränkische“ Lebensläufe. Mit der Veranstaltungsreihe „Missionary Kids – Kinder der Mission“ soll die Realität derer zu Wort kommen, die in missionarischen Zusammenhängen aufgewachsen sind. Kinder und Enkel von Missionar*innen erzählen ihre Geschichten und berichten über ihre Erfahrungen – unter anderem darüber, inwiefern das Aufwachsen in verschiedenen Kulturen bereichernd oder belastend ist, wie besonders oder durchschnittlich das Leben in einer Missionar*innenfamilie war oder ist, was ihnen Heimat bedeutet und welches Verhältnis sie zu Mission und Kirche haben. Sung Kim/Thomas Nagel/Gottfried Rösch