Neujahrsgruß der Höchstädter Nachtwächter
"Womöglich ist der alte Höchstädter Brauch nach dem Ende einer Pestepidemie entstanden", erzählt Michaela Thomas vom Historischen Verein, "der Nachtwächter ging von Haus zu Haus, um sich über das Wohlergehen der Bürger zu erkundigen und spendete für das neue Jahr einen besonderen Segen." Auch dieses Jahr, mitten in unserer modernen Pandemie kommen die Höchstädter Nachtwächter mit einem besonderen Segen. Sehen und hören Sie selbst: Das Neujahrsvideo der Höchstädter Nachtwächter.
Christliche Lieder zum Mitsingen für daheim
Das Singen im Gottesdienst ist ja zur Zeit untersagt. Einigen fehlt es aber sehr.
Der hauptberufliche Kirchenmusiker am Münster St. Georg in Dinkelsbühl, Volker Oertel, betreibt nebenbei einen Youtube-Kanal, für den er Orgelmusik zum Mitsingen einspielt.
Er schreibt:
Daher möchte ich Sie auf ein Angebot aufmerksam machen, das in diesen Zeiten sicher von sehr vielen Gläubigen dankbar angenommen wird – nicht zuletzt, weil es in dieser Form und in diesem Umfang vermutlich einmalig ist:
Bereits zu Beginn der Corona-Krise habe ich im März 2020 begonnen, Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch und aus dem Gotteslob zum Mitsingen zuhause zur Orgelbegleitung einzuspielen, sodass es sich ein bisschen anfühlt wie in der Kirche. Die Texte werden in den Videos eingeblendet, die Orgelbegleitung ist harmonisch sehr zurückhaltend mit hervorgehobener Melodie aufgenommen, sodass das Mitsingen leichtfällt (auch wenn man einen anderen Organisten gewohnt ist).
Mittlerweile habe ich ca. 280 Lieder eingespielt (Stand: 15.01.21); es kommen täglich weitere dazu.
Diese christlichen Lieder sind in einer Playlist zusammengefasst, alphabetisch nach Titel sortiert, sodass man leicht fündig werden kann, und unter https://www.youtube.com/watch?v=a6ZNAGHYU80&list=PLBqBtmhHeqam6h0GxDYN9snNt_WaS05iM&index=1 abrufbar.
Darüber hinaus gibt es weitere Playlists, in denen Lieder themenbezogen zusammengefasst sind:
Advents- und Weihnachtslieder: https://www.youtube.com/watch?v=YBhhUW142f8&list=PLBqBtmhHeqakHvCVMHXqF72KU6S2I1U3y&index=1
Lieder zum Jahreswechsel: https://www.youtube.com/watch?v=VBY9hqtpgLE&list=PLBqBtmhHeqakRaTghWLSkJ4WYzqBgROtN&index=1
Fasten- und Passionslieder: https://www.youtube.com/watch?v=b0Sz7v9cfQ0&list=PLBqBtmhHeqamtkZfiOhgKM2TdeqUxjskX&index=1
Osterlieder: https://www.youtube.com/watch?v=GI8R8fqPxN8&list=PLBqBtmhHeqaknK6Vqb7ZUnEUdWBrqXbFO&index=1
Pfingstlieder: https://www.youtube.com/watch?v=pqSi4gNEOc4&list=PLBqBtmhHeqancklLuGaphVfd6ao0t-FdH&index=1
Marienlieder: https://www.youtube.com/watch?v=8sw98MRLxHE&list=PLBqBtmhHeqak4soARV_CqloykCmr6EnXr&index=1
Engel- und Heiligenlieder: https://www.youtube.com/watch?v=3LLN0MwSIJ4&list=PLBqBtmhHeqamtRkjfdcCKtapHurQGrWIm&index=1
Psalmlieder: https://www.youtube.com/watch?v=OsfSEWDd_Vg&list=PLBqBtmhHeqamBpXH2Bff--80BOS1jpTc-&index=1
Trauerlieder: https://www.youtube.com/watch?v=5ck9tNkBUZc&list=PLBqBtmhHeqal3WbuLo7-r-E3xp09wsXlA&index=1
Fremdsprachige Lieder: https://www.youtube.com/watch?v=Otpiz5KipXc&list=PLBqBtmhHeqanw-LEqf5mM9BafpiV6USGz&index=1
Besten Dank und viele Grüße aus dem schönen Dinkelsbühl
Ihr Volker Oertel
Ökumenische Gebetswoche
„Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“ (nach Joh 15,8-9) - Motto der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Diesen Sonntag beginnt sie, auch in Höchstädt. Am Donnerstag werden katholische und evangelische Christen gemeinsam Gottesdienste feiern. Wir werden für die Einheit der Christen beten. Aber, ist das noch notwendig? Die großen Kriege zwischen den Konfessionen sind längst vorbei. Größere Vorbehalte gegenüber den „Lutherischen“ oder den „Papisten“ gehören doch hoffentlich auch der Vergangenheit an. Vor hundert Jahren war das noch etwas Anderes, außergewöhnlich die Frauen in dem kleinen Schweizer Ort Grandchamp. Sie gründen eine monastische Gemeinschaft. Sie suchen die Einheit mit sich, mit Gott, mit der Menschheit. Seit Anfang an beten sie als reformierte Protestantinnen für die Einheit der Christen. Sie schließen Freundschaften mit anderen klösterlichen Gemeinschaften, katholischen und orthodoxen. Sie lernen aus deren reichem Schatz christlicher Tradition. In der reformierten Kirche ist das monastische Leben komplett verloren gegangen. Aus der Sehnsucht nach Kontemplation entsteht in Grandchamp ein Weg zu ökumenischer Einheit. Aber auch am Anfang dieses Weges steht die Einheit mit sich selbst. Die Einkehrzeiten in Grandchamp sind Zeiten der Stille. Die Stille ist notwendig um in sich selbst hinein zu hören. Körper, Geist, Seele, selten sind sie eins. Die Schwestern von Grandchamp wollen ihr Leben in solcher Einheit ausrichten. Nach den Wirren des 2. Weltkrieges schließen sich Frauen aus halb Europa den Schwestern in Grandchamp an. Es sind Frauen mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Konfessionen, die nach dem zerstörerischen Krieg eine große Sehnsucht nach Einheit haben. Sie merken im Leben in enger Gemeinschaft aber auch, dass die Unterschiede zueinander eine Herausforderung sind. Gebet in Einheit und Leben in Einheit bleibt auch für sie eine ständige Aufgabe. Die Schwestern von Grandchamp haben für dieses Jahr die Liturgie für die Gottesdienste zur Einheit der Christen vorbereitet. Von ihnen stammt auch das Motto. In Gottes Liebe zu bleiben bedeutet zunächst einmal, sich diesem Lebensmittelpunkt zu nähern. Es bedeutet gleichzeitig, sich als Menschen untereinander zu nähern. Entfernen wir uns von dem Mittelpunkt, entfernen wir uns auch voneinander. Ja, das Gebet um die Einheit der Christen in göttlicher Liebe ist auch heute wichtig und notwendig. In glaubwürdiger christlicher Einheit böte sich Heilung dem spalterischen Hass in unserer Welt. Ein heilsames Gegenbild zu den Kapitolstürmern, den Verschörungstheoretikern und nationalistischen Hetzern. Die Spaltungen unter uns Christen erinnern uns jedoch schmerzlich daran, dass auch wir noch nicht so weit sind. Noch immer müssen wir uns auf den Weg zur Einheit in der Mitte machen. Erst dort kann es heißen: „Bleibt in meiner Liebe und ihr werdet reiche Frucht bringen“.
Spendenaktion für Kroatien
Pfarrer Marko bittet um Hilfe
Kürzlich stand in der Donau-Zeitung, dass unser früherer Höchstädter Stadtpfarrer Marko in dem von Erdbeben in Kroatien erschütterten Gebiet um die Stadt Sisak lebt und um Hilfe bittet. 116000 Menschen sind von den Folgen der Erdbeben betroffen, viele Häuser sind nicht mehr bewohnbar.
Nach Rücksprache mit Bürgermeister Gerrit Maneth, setzte sich seine Sekretärin, Frau Claudia Kohout, mit Herrn Kristian Beljak, der mit einem Sattelschlepper dringend benötigte Hilfsgüter nach Kroatien fahren wird, in Verbindung. Herr Beljak teilte mit, dass er bereits diese Woche einen Sattelschlepper nach Sisak fährt und Hilfsgüter ins Krisengebiet bringt.
Gerrit Maneth sagte Herrn Beljak die Unterstützung der Stadt Höchstädt zu. Daraufhin haben wir Kontakt zu den Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden aufgenommen und um Mithilfe gebeten, die uns sofort zugesagt wurde.
Stadtpfarrer Daniel Ertl hat angeboten, dass Geldspenden über das Spendenkonto der Katholischen Kirchenstiftung durchlaufen können und dass die Spenden von der Kirchenstiftung dann direkt an die Diözese nach Sisak überwiesen werden. Pfarrer Wolfram A. Schrimpf und Stadtpfarrer Daniel Ertl stellen die Spendenaktion auf die Homepage ihrer Kirchengemeinden und bitten ihre Gläubigen um Hilfe.
„Wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, bereit sind, zu helfen, dann bitten wir um Ihre Spende auf das Konto der Katholischen Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt Höchstädt bei der Sparkasse Dillingen, IBAN DE59 7225 1520 0000 5334 24 unter dem Verwendungszweck: Erdbebenhilfe Sisak. Ich bin sehr dankbar, dass meine Sekretärin Claudia Kohout die Gespräche mit den Betroffenen geführt hat unsere beiden Pfarrer Daniel Ertl und Wolfram A. Schrimpf und unser 2. Bürgermeister Stephan Karg sofort ihre Mithilfe angeboten haben. Mein herzlicher Dank gilt ebenfalls allen Spenderinnen und Spendern“, so Bürgermeister Gerrit Maneth.
Gottesdienst für Verliebte, in Utting und online
Gottesdienst für Verliebte – frisch, alt und immer noch
Wir feiern die Liebe! Herzliche Einladung zum Valentinsgottesdienst am Sonntag, den 14. Februar 2021
mit der Greifenberger Sängerin Maggie Jane
entweder in der Christuskirche in Utting,
Um Hygieneregeln und Abstände optimal einzuhalten, feiern wir zweimal: Beginn 9.30 und 11.00 Uhr,
Anmeldung bitte unter https://www.evangelisch-am-ammersee.de/veranstaltungen
oder im Livestream 11.00 Uhr.
für alle, die in diesen Zeiten lieber vom Sofa aus mitfeiern möchten
unter https://link.daeschner.de/valentin
Der Valentins-Gottesdienst ist eine Gelegenheit
… um Gott danke sagen für das Geschenk der Liebe und für den Partner / die Partnerin.
… um über Gottes gute Gedanken zu Beziehungen nachzudenken.
… um den Segen Gottes für die eigene Partnerschaft erneut zu empfangen.
Wenn Sie/ Ihr möchtet, dürft Ihr gerne Euren Trauspruch mitnehmen und im Gottesdienst vorlesen.
Falls Ihr digital mitfeiert, sendet gerne eine Mail mit Euren Namen und Eurem Trauspruch vorab an alexandra.eberhardt@elkb.de, dann wird beides im Gottesdienst vorgelesen.
Click and Pray - Jugendgottesdienst online
Videos der Evangelischen Jugend im Dekanat findet Ihr auf https://www.youtube.com/ejneuulm auch dieser Click and Pray wird dort hochgeladen.
Angebote für Kinder und Jugendliche im Dekanat
Verabschiedung von Pfarrerin Alicia Menth
Nun heißt es Abschied nehmen. Denn ich werde mit meiner Familie Lauingen verlassen. Warum? Das werden Sie sich bestimmt fragen. Ja, warum eigentlich? Denn wie Sie wahrscheinlich wissen, bin ich sehr gerne in Lauingen und in unserer Region Pfarrerin.
Mit meiner Familie habe ich mich die vergangenen fast sieben Jahre hier gut eingelebt. Ich empfand es als bereichernd, dass hier in der Region schon sehr lange über den eigenen Kirchturm hinausgeschaut wird. Gerne habe ich mit Ihnen Gottesdienst gefeiert. Das gute Miteinander der Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen unserer Region hat mich immer wieder gefreut. Gerne habe ich die regionalen Projekte unterstützt.
Eigentlich könnte ich daher noch viele Jahre hier bleiben. Doch Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist für viele Familien gar nicht so leicht. So auch für uns nicht. Da mein Mann kein Pfarrer ist, können wir uns keine Pfarrstelle teilen, so wie es viele Pfarrersehepaare tun.
Da ich gerne, solange unsere Kinder noch kleiner sind, Zeit für sie haben möchte, habe ich den Entschluss gefasst, meine Dienstzeit zu reduzieren. Das ist auf einer vollen Stelle derzeit schwer möglich. Man hätte die andere Hälfte ausgeschrieben. Doch da bin ich, aufgrund der Erfahrungen mit den halben Stellen in der Region der Meinung, dass diese halbe Stelle wohl sehr lange unbesetzt geblieben wäre. Und ich hätte mich selbst vertreten müssen, was auch nicht Sinn der Sache gewesen wäre.
So werde ich nun auf die halbe Pfarrstelle Steinheim II im Raum Neu-Ulm wechseln und diese zum 1. Juni antreten. Herzlich einladen möchte ich Sie zu meiner
Verabschiedung am
Ostermontag, den 5. April um 10 Uhr
in der Christuskirche Lauingen.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung übers Pfarramt Lauingen oder die Homepage der Kirchengemeinde Lauingen. Der Gottesdienst zur Verabschiedung kann auch im Livestream von zuhause aus mitgefeiert werden. Dazu auf den YouTube-Kanal der Evang. Kirchengemeinde Lauingen gehen:
https://www.youtube.com/watch?v=Ewv9VS7L2-g&list=PLaP0bbRZ7x-a5vyD8UL7njRGsxve2ET5D&index=1
Ich danke Ihnen allen für die erfüllte Zeit hier und wünsche Ihnen, Ihren Familien und den Gemeinden der Region alles Gute und Gottes Segen.
Lauf-Kreuzweg und Hausabendmahl
Kreuzweg
An den angegebenen Stationen ist jeweils eine Tafel mit Bildern, Texten, Gebeten und Musik zu finden. Der Kreuzweg kann selbständig und an jedem beliebigen Tag der Karwoche begangen werden.
Er beginnt an der Ausgabestelle der Tafel in Höchstädt, führt durch die halbe Stadt und endet in der Ölbergkapelle neben der Stadtpfarrkirche.
Hausabendmahl am Gründonnerstag
Für den Gründonnerstag stellen wir hier eine Anleitung und Andacht für ein Hausabendmahl in der Familie zur Verfügung.
Friedhofsführung am Karsamstag
Die Friedhofskultur insgesamt ist momentan von einer starken Veränderung betroffen. Waren früher die Menschen fast täglich auf dem Friedhof anzutreffen, finden heute viele nur noch selten den Weg dorthin. Gemeinsam wollen wir eine Führung durch unseren Höchstädter Friedhof machen und über die Geschichte des Friedhofs erzählen. Auch besichtigen wir die Friedhofskirche sowie verschiedene Grabstätten von Höchstädter Bürgerinnen und Bürgern, um uns an deren spannende Lebensgeschichten zu erinnern.
Beinahe hätten unsere Gottesdienste an Ostern in diesem Jahr pandemiebedingt wieder entfallen müssen. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren feierten wir deshalb die Osternacht im Freien.
Begonnen wurde mit einem Osterfeuer und einer kurzen Andacht im Friedhof.
Mit der Geschichte von Mose und dem brennenden Dornbusch wurden Parallelen zur Ostergeschichte gezogen. Das Feuer, das nicht verlischt und das Leben, das ewig ist.
„Gottes Licht erlischt nicht! Es leuchtet ewig FÜR UNS und IN UNS und durch die AUFERSTEHUNG JESU auch MIT UNS!“
Beim anschließenden, gemeinsamen Fußmarsch wurde das Osterlicht mit Fackeln vom Friedhof in den Stadtpark getragen und Pfarrerin Ivena Ach entzündete damit die Osterkerze.
„Die Sonne geht auf: Christ ist erstanden. Halleluja.“
Um die frohe Botschaft von Ostern weiter zu feiern durften die Gottesdienstbesucher nacheinander mit Osterglocken einen dunklen Kreis in eine gelbe Blumenscheibe verwandeln. Sie soll uns an die aufgegangene Ostersonne erinnern.
Diese hatten wir dann auch beim gemeinsamen Abendmahl vor Augen.
Da ein gemeinsames Osterfrühstück in der Kirche nicht möglich war, wurden liebevoll Ostertüten -„to go“ vorbereitet und nach dem Gottesdienst an die Osternachtbesucher verteilt. Wer Lust hatte, konnte sich dann von zu Hause über einen Link zum virtuellen gemeinsamen Osterfrühstück treffen.
Das Osterwochenende, nicht nur in Höchstädt
Es war sehr früh am Morgen und der Sonnenaufgang noch in weiter Ferne. Das Holzfeuer in der Feuerschale konnte den Platz auf dem Friedhof kaum erhellen. Etwa siebzig Menschen hatten sich hier um das große Holzkreuz versammelt. Sie standen je Familie und Hausstand in Gruppen mit großem Abstand zu ihren Nachbarn. Neben dem Kreuz stand die Pfarrerin mit ihren Begleiterinnen. Sie zitierte aus dem Matthäusevangelium und verkündete die Botschaft: „Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ Es war Pfarrerin Ivena Ach, die zu ihrer Gemeinde in Höchstädt an der Donau sprach. Sie alle hatten sich am Ostersonntag morgens um halb sechs auf dem Friedhof versammelt. Sie begannen dort ihren Gottesdienst in der Osternacht, um nachzufühlen, wie es wohl vor 2000 Jahren den Frauen am leeren Grab Jesus gegangen sein mag.
Eigene Sünden und große Verantwortung
Doch auch für die evangelische Gemeinde in Höchstädt begann Ostern nicht erst am Sonntagmorgen, sondern bereits am Donnerstagabend zuvor, dem Gründonnerstag. Pfarrer Manuel Kleiner hielt in diesem Jahr den Beichtgottesdienst in der Anna-Kirche an jenem Abend: „Grün stammt von dem alten Wort greinen ab, was weinen bedeutet“, erklärte er der Gemeinde den Ursprung des Namens. An diesem Abend vor 2000 Jahren hat Jesus zum letzten Mal mit seinen Jüngern gemeinsam gegessen. Es war ihr letztes gemeinsames Abendmahl. In dieser Nacht wurde Jesus verraten und seinen Peinigern übergeben. Die christlichen Gemeinden feiern bis heute das heilige Abendmahl, nicht nur um ihm zu gedenken, sondern um Jesus nahe zu sein. „Wer an diesem Abend in die Kirche geht, muss tapfer sein“, stimmte Pfarrer Kleiner seine Gemeinde auf den Beichtgottesdienst ein. Wie der Name vermuten lässt, geht es darum, sich seine eigenen Sünden einzugestehen und im Stillen vor Gott zu bekennen. Aus den Worten, die Jesus zu Petrus gesprochen hatte, leitet er die große Verantwortung ab, die Petrus und alle Gläubigen auf Erden haben: „Was Du auf Erden vergibst, soll auch vor Gott vergeben sein. Und was Du nicht vergibst, soll auch vor Gott nicht vergeben sein.“
Karfreitag – ein schwarzer Freitag
Während der Gründonnerstag nichts mit einer Farbe zu tun hat, bezieht sich das alte Wort Kar auf die Farbe Schwarz. Der Karfreitag ist ein schwarzer Freitag. Die ganze Karwoche ist eine schwarze Woche. Pfarrer Wolfram Schrimpf hielt den Karfreitagsgottesdienst in der Anna-Kirche – einmal vormittags, einmal nachmittags. So hatten alle Gläubigen die Möglichkeit teilzunehmen und genügend Abstand zu den anderen Besuchern einzuhalten. Vor 2000 Jahren hatte Pilatus Jesus verurteilt. Jesus musste sein Kreuz selbst tragen, wurde von seinen Peinigern verspottet und gekreuzigt. Pfarrer Schrimpf ließ seine Gemeinde diesen Tag nachempfinden. Er zitierte aus dem Johannesevangelium: „Gott liebt die Menschen so sehr, dass er seinen einzigen Sohn für sie gegeben hat, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht vernichtet wird, sondern ewiges Leben hat.“ In seiner Predigt erklärt er wie das gelingt: „Um die Menschen von ihren Sünden zu befreien hat er, der ohne Sünde ist, alle Schuld auf sich genommen“ und musste dafür am Kreuz sterben. Am Ende erloschen die Lichter in der Anna-Kirche. Pfarrer Schrimpf räumte den Altar leer. Er trug die Kerzen, die Bibel und das Altartuch hinaus. Es war keine Orgelmusik zu hören. Es läuteten keine Glocken.
Am dritten Tag
Aus dem Glaubensbekenntnis ist es bekannt: Am dritten Tage auferstanden von den Toten. Hier knüpft die Osternacht an. Als vor 2000 Jahren Frauen das Grab leer vorfanden kam ein Engel vom Himmel herab und verkündete ihnen, dass Jesus auferstanden ist. Die Frauen gingen weg und verkündeten es mit großer Freude. Später erschien ihnen Jesus selbst. Auch er wies sie an, von seiner Auferstehung zu berichten. Genauso wie vor 2000 Jahren waren es auch in Höchstädt Frauen, die als erstes von der Auferstehung Jesus berichteten. Pfarrerin Ivena Ach erklärte es im Beisein ihrer Begleiterinnen mit den Worten: „Der Herr ist auferstanden.“ Die Frauen entzündeten ihre Fackeln an der Feuerschale und verließen mit der Gemeinde den Friedhof. Sie alle liefen in einer Prozession zum Stadtpark in Höchstädt. Die Fackeln leuchteten ihnen in der Dunkelheit den Weg. Pfarrerin Ach gab ihrer Gemeinde den Auftrag es ihr gleich zu tun und von der Auferstehung Jesus zu berichten: „Mache Dich auf und werde Licht, denn Dein Licht kommt.“
Als die Prozession im Stadtpark ankam, war ein Gottesdienst beim Pavillon vorbereitet. Auch hier brannte ein Holzfeuer in einer Feuerschale. Bereits nach kurzer Zeit war es nicht mehr nötig, denn die Sonne ging am Horizont auf. Gemeinsam feierten sie das heilige Abendmahl. Zum Ende der Osternacht segnete Pfarrerin Ivena Ach alle Anwesenden und wiederholte die Botschaft: „Der Herr ist auferstanden.“
35 Jahre Anna-Kirche in Höchstädt
Die evangelische Gemeinde Höchstädt an der Donau feierte das 35-jährige Bestehen ihrer Anna-Kirche. Am 2. Mai hielt Pfarrer Wolfram Schrimpf den Kirchweih-Gottesdienst. Ein Gemeindefest im Anschluss konnte wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.
In seiner Predigt am Sonntagvormittag bezog sich Pfarrer Wolfram Schrimpf auf Stellen in der Bibel aus Hesekiel, Kapitel 34, an denen von Schafen und Hirten die Rede ist. Auf die Anna-Kirche übertragen sagte er: „In dieser Kirche waren schon viele Hirten“ und meinte damit die Pfarrer, die bereits vor ihm an dieser Stelle gepredigt hatten. „Aber sie hat auch viele Hirten hervorgebracht“, fuhr er fort, denn Niemand sei nur in der Rolle der Schafe zu sehen. Vielmehr gibt es im Alltag immer wieder Situationen, in denen Menschen andere Menschen unterrichten, betreuen, pflegen oder in anderer Weise für sie sorgen. Dabei übernehmen sie ein Stück weit Verantwortung und werden somit selbst zu Hirten. Er ermutigte die Gottesdienstbesucher dazu, in diesen Situationen selbst gute Hirten zu sein.
Mehr als nur Kirche
Die Anna-Kirche ist zugleich das Gemeindezentrum mit angrenzendem Pfarrhaus. Zum Gemeindegebiet gehören neben Höchstädt die Ortschaften Blindheim, Finningen, Mörslingen, Lutzingen, Deisenhofen, Schwenningen, Oberglauheim, Schwennenbach, Sonderheim, Gremheim und Dilllingen-Steinheim. Die Anna-Kirche wurde in Eigenleistung innerhalb von zwei Jahren erbaut und am ersten Maiwochenende 1986 eingeweiht. Entsprechend war für den 2. Mai das Kirchweihfest angedacht.
„Normalerweise würde ich Sie jetzt alle recht herzlich zum Essen und gemeinsamen feiern in den Kirchhof einladen“, beendete Schrimpf den Gottesdienst. Doch die aktuelle Situation machte auch diese Veranstaltung nicht möglich. Günther Balis, ein Mitglied des Kirchenvorstandes, trat stattdessen vor die Gemeinde. Er hatte damals selbst beim Bau mitgeholfen und bereits zur Einweihung ein Gedicht verfasst. Es beschreibt sehr humorvoll und in schwäbischem Dialekt, wie es damals dazu kam, dass die Gemeinde ihre eigene Kirche baute. Als die Gottesdienstbesucher dann auch noch von der Orgel das Musikstück Donauwalzer hörte, ergänzte Pfarrer Wolfram Schrimpf: „Jetzt ist ja doch noch etwas Fest-Stimmung aufgekommen.“
Artikel von Dieter Obermayer
Einladung zum Workshop
Das Aktionsbündnis „Höchstädt zeigt Herz statt Hetze“ veranstaltet gemeinsam mit dem Integrationsbeirat des Landkreises Dillingen und der Kulturküche Wadoh am 7. + 8. Mai 2021 ein Onlineseminar gegen Alltagsrassismus unter der Leitung des Theologen und Filmemachers Dr. Hamaimbo. Der Referent kommt aus Sambia, lebt seit 2004 in Deutschland und ist seit 2008 in der Bildungsarbeit aktiv.
Dabei gibt es am Freitagabend um 19.00 Uhr eine Online-Filmvorführung seines Dokumentarfilms „Ich gehe immer leise“ mit anschließender Diskussion. Im Film erzählen Menschen von ihren Erlebnissen mit Alltagsrassismus. Dabei wollen sie kein Mitleid erzeugen, sondern zeigen, dass Rassismus nicht immer von der Absicht her zu definieren ist, sondern auch über die Wirkung auf den Betroffenen. Der Film regt zur Reflexion und Diskussion an – deswegen gibt’s im Anschluss an den 45-minütigen Film die Möglichkeit zum Austausch mit dem Filmemacher Dr. Keith Hamaimbo.
Für Samstag ist ein zweiteiliger Workshop geplant, der erste Teil von 10.00 bis 12.00 Uhr befasst sich mit Rassismus als Ideologie, den Umgang mit gesellschaftlichen Privilegien und Strategien zum Umgang mit strukturellem Rassismus.
Im zweiten Teil von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr (mit Pause zwischendurch) werden die Errungenschaften Afrikas behandelt, welche dabei helfen sollen ein anderes Afrika-Bild zu entwickeln, das die aktuellen Probleme nicht negiert, aber den Horizont weiter spannt. Für viele Menschen ist es überraschend, wenn Errungenschaften in der Geschichte und Gegenwart dem afrikanischen Kontinent zugeschrieben werden. Jenseits des in der Bevölkerung und in den Medien vorherrschenden Afrika-Bildes (Katastrophen, Krankheiten, Kriege), gilt es zur Kenntnis zu nehmen, dass Afrika auch vor der Kolonisierung eine bemerkenswerte Geschichte hatte: Entwickelte Metropolen, interregionaler Handel, die Schrift als Kommunikationsmittel, landwirtschaftliche Erfolge bei der Züchtung von Pflanzen und dem Halten von Tieren u.v.m.
Man kann sich entweder zu einem der beiden Tage anmelden (Filmvorführung oder Workshop) oder zu beiden.
Interessenten werden gebeten, sich bei Frau Pollithy vom Integrationsbeirat zu melden:
Integrationsbeirat@landratsamt.dillingen.de oder telefonisch unter 09071 77062 192
Katja Finger und Konrad Lindner vom Aktionsbündnis „Höchstädt zeigt Herz statt Hetze“
Rückblick: Online-Workshop gegen Rassismus
Vom 07.05. – 08.05.2021 veranstaltete der Integrationsbeirat Dillingen a.d.Donau in Zusammenarbeit mit Herz statt Hetze Höchstädt, der evangelischen Kirche Höchstädt, der Kulturküche Wadoh und dem Mediengestalter Fabian Weiß einen Online Workshop gegen Rassismus, an dem insgesamt 30 Personen teilgenommen haben. Frau Mareike Kühn übernahm an beiden Tagen die Moderation.
Am 07.05.2021 zeigte der Referent und Theologe Dr. Keith Hamaimbo seinen eigens gedrehten Dokumentarfilm „Ich gehe immer leise“ zum Thema Alltagsrassismus. In diesem Film berichteten Menschen mit Migrationshintergrund über ihre Erfahrungen im Alltag mit Rassismus. Die Hauptprobleme seien, dass Ausländer meist von vornherein mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Viele bekämen keine Arbeit, weil sie Ausländer sind. Oft lege es aber nicht an der Qualifikation, sondern an der Hautfarbe, sodass einige Arbeitgeber zögern mit Migranten zusammenzuarbeiten. Auch gebe es große Probleme mit der Wohnungssuche. Anschließend gab es dann noch eine intensive Diskussionsrunde, an der die Teilnehmer rege teilgenommen haben.
Am 08.05.2021 informierte Herr Hamaimbo die Zuschauer über „Rassismus verstehen lernen“. Durch verschiedene Aktionen wie Breakout Sessions oder Gruppenarbeiten konnten die Teilnehmer aktiv daran teilnehmen und sich untereinander austauschen.
Im zweiten Durchgang zeigte Herr Hamaimbo seinen Kurzfilm „Die Errungenschaften Afrikas“. Dort wurde den Zuschauern ein überraschend anderes Bild von Afrika vermittelt und aufgezeigt, dass Afrika ein Land mit sehr viel Potenzial sei. So gehen einige Erfindungen, die wir noch heute nutzen, auf schwarze Menschen zurück. Dies sind beispielsweise solarbetriebene Busse und mobile Bezahlsysteme via Handy. Zudem berichtete der Dozent, dass z.B. auch der erste gelungene Kaiserschnitt, bei dem das Kind und die Mutter überlebten, in Afrika stattfand. Auch der reichste Mann der Welt kam aus Afrika.
Es war ein sehr informationsreicher und interessanter Workshop, der den Teilnehmern neue Erkenntnisse und Einblicke vermittelt hat.
Gottesdienste unter freiem Himmel
Die Temperaturen steigen und die Sonne scheint. Der Himmel ist weit und blau. Warum also in der Kirche und nicht unter freiem Himmel Gottesdienst feiern? Auf dem Platz vor der Anna-Kirche werden während jedes Gottesdienstes bei gutem Wetter Stühle aufgestellt, ein Lautsprecher überträgt Gebete und Predigt sowie Orgelmusik und Gesang unseres kleinen Ensembles. Durch die offenen Fenster kann man das Geschehen am Altar verfolgen, während um einen herum die Vögel singen. Da kann man schnell vergessen, dass dies eigentlich eine Corona-Maßnahme ist.
Christi Himmelfahrt in der Katharinenkirche
Am Donnerstag den 13. Mai um 17 Uhr feiern wir Christi Himmelfahrt. Aufgrund von unbeständigem Wetter findet der Gottesdienst leider nicht unter freiem Himmel im Höchstädter Stadtpark, sondern in der Katharinenkirche in Dillingen statt. Die Feier ist ein gemeinsamer Gottesdienst der Gemeinden Bächingen, Dillingen, Gundelfingen und Höchstädt.
Martin-Luther-Platz 89407 Dillingen
Ökumenischer Kirchentag 2021
Ökumenischer Kirchentag online vom 13. - 16. Mai 2021
Unter dem Leitwort „Schaut hin“ (Markus 6, 38 ) wird vom 13. – 16. Mai 2021 der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt am Main stattfinden.
Aufgrund der Corona-Pandemie wird es ein außergewöhnlicher Kirchentag: digital und dezentral soll gefeiert werden, es wird neue, spannende Erlebnisse und Formate geben, Begegnungen im Netz und vor Ort – so, wie es die Pandemiesituation im Mai eben zulässt.
Von Frankfurt aus werden Gottesdienste, Kulturveranstaltungen und thematische Programme digital ins Land übertragen. Fernsehgottesdienste werden zum Auftakt am 13. Mai und zum Abschluss am 16. Mai jeweils um 10.00 Uhr live übertragen. Das genaue Programm des Kirchentags soll im April vorgestellt werden.
Familiengottesdienst am 13. Juni im Stadtpark
Kommt vorbei – Seid dabei!
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ist eine ziemlich bekannte Geschichte. Die meisten wissen, was passiert. Aber es wäre doch auch mal spannend zu erfahren, was die Personen in der Geschichte so gedacht und gefühlt haben. Wenn Ihr neugierig geworden seid, dann kommt doch einfach zu unserem nächsten Familiengottesdienst am Sonntag, 13. Juni 2021 um 10:15 Uhr in den Höchstädter Stadtpark. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet der Gottesdienst in der Anna-Kirche statt. Wie immer erwartet Euch auch wieder eine kleine Überraschung.
Rückblick: Familiengottesdienst im Stadtpark am 13. Juni
„Mit Herz & Hand“. Unter diesem Titel fand am 13. Juni der Familiengottesdienst bei sonnigem Wetter und mit zahlreichen Besuchern im Stadtpark statt.
In einem gespielten Interview wurde das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter neu belichtet.
Wie fühlte sich das Opfer? Was waren die Gründe, warum der Priester nicht helfen konnte oder wollte? Und warum handelte der Samariter so selbstlos und sorgte sogar noch dafür, dass der Mann weiter gepflegt wurde.
„So geh hin und tu desgleichen.“, heißt es in der Bibel am Ende des Gleichnisses. Aber Nächstenliebe ist nicht immer so leicht zu leben. Wir möchten zwar gerne handeln wie der Samariter und erkennen was zu tun ist, aber finden auch schnell viele Gründe, warum wir jetzt gerade nicht helfen können. Dabei begegnen uns im Alltag so viele Situationen, die ein mitfühlendes Herz oder eine helfende Hand brauchen können. Wie ermutigend ist es dann, zu hören, dass Menschen, die aus Nächstenliebe diese Hilfe und Unterstützung erfahren haben so dankbar sind, dass sie sich nun selbst engagieren und helfen.
Bei der Mitmachaktion wurde ein Wachsherz gestaltet. Die weiße Grundlage steht für Jesus Christus als Basis für unseren Glauben. Die Vielfältigkeit der Menschen in der Gemeinde wird durch die Farbtupfer erkennbar. Dabei konnte jeder nochmal in sich gehen: „Wo war ich barmherzig oder hätte ich mehr Barmherzigkeit zeigen können.“
Das Herz wird zur Erinnerung an den Gottesdienst in der Anna-Kirche aufgehängt.
Besonders schön war, dass die Gemeinde wieder gemeinsam singen durfte und im Freien während des Gottesdienstes nicht mal Masken nötig waren. Man spürte fast ein bisschen Normalität.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Musikern, die sich spontan bereit erklärt haben den Gottesdienst musikalisch mitzugestalten.
„Trage dein Herz und deine Liebe offen in Händen.“ Als Symbol dafür, wurden nach dem Gottesdienst kleine „Hände mit Herz“ aus Ton verteilt.
Impulse-Gottesdienst Lauingen am 20. Juni
Herzliche Einladung nach Lauingen zum Impulsegottesdienst am Sonntag den 20. Juni um 17.00 Uhr auf dem Kirchplatz und bei schlechtem Wetter in der Christuskirche.
Diesmal wünschen wir uns Impulse und Denkanstöße von Ihnen zum Thema
„Unsere Kirche auf dem Weg in die Zukunft“.
Was wünschen Sie sich von Kirche? Was soll sich ändern? Was ist unverzichtbar?
Ihre Meinung ist uns wichtig, deshalb feiern Sie diesen Gottesdienst mit uns.
Drive & Pray - Jugendgottesdienst
Freunde fürs Leben?
Wir laden Euch ein mit uns nachzudenken, zu singen, zu beten und zu feiern. Für Spiel, Spaß und gute Laune im Anschluss wird gesorgt und hungern müsst Ihr auch nicht: wir haben Grillwürste, Pizza und Limo.
Herzliche Einladung deshalb zum Drive&Pray am 09. Juli nach Höchstädt!
Rückblick: Mitarbeiter-Dankfest am 4. Juli
Die evangelische Kirchengemeinde in Höchstädt hat für ihre ehrenamtlichen Helfer ein Mitarbeiterdankfest durchgeführt. Mehr als 60 Gäste fanden sich dazu im Stadtpark nahe der Kneipp-Anlage ein. Davor hielt Pfarrer Wolfram Schrimpf einen Familiengottesdienst beim Pavillon, bei dem noch weitere Kirchenbesucher anwesend waren.
Die Arbeit der evangelischen Gemeinde rund um die Anna-Kirche ist vielfältig: Die Gemeindemitglieder helfen Alten und Gehbehinderten bei den täglichen Einkäufen, besuchen alleinstehende Senioren und bieten ihnen Unterhaltung, veranstalten Seniorennachmittage, bieten unterschiedlicheTreffen für Jugendliche und Kinder an, sind in einer Kreativgruppe tätig, beim Spieleabend, im Hauskreis, bereiten Vorträge vor, helfen bei der Dillinger Tafel, unterstützen Flüchtlinge dabei, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden, bereiten Kinder- und Familiengottesdienste vor und führen sie durch, betreuen die Konfirmanden, singen im Chor und machen Musik dazu, üben jedes Jahr ein großes Krippenspiel, planen Gemeindefreizeiten für alle Interessierten, führen ein Film Open-Air durch oder organisieren im Kirchenvorstand das Gemeindeleben. Nahezu alle Mitarbeiter sind dabei ehrenamtlich tätig. Pfarrer Wolfram Schrimpf und seine Frau Pfarrerin Ivena Ach sowie der Kirchenvorstand bedankten sich mit diesem Fest bei allen Helfern. Besonders würdigten sie das Engagement von Uli Dannenmann.
Die aktuellen Hygieneauflagen ließen es zu, dass bei diesem Fest unter freiem Himmel Gegrilltes und Getränke angeboten werden konnten. Der Stadtpark bot in der Nähe der Kneipp-Anlage mehr als genug Platz, sodass alle unter dem schützenden Blätterdach der Bäume das Fest genießen konnten.
Zuvor erzählte Pfarrer Wolfram Schrimpf beim Familiengottesdienst den Kirchenbesuchern vom Wirken Jesus. Als Jesus ans Galiläische Meer ging, sah er die beiden Brüder Simon und Andreas an. Sie waren Fischer und er sprach sie an, ihm nachzufolgen, damit sie Menschenfischer werden.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Schrimpf bei Barbara Obermayer, die seit mehr als zehn Jahren Kindergottesdienste durchgeführt hat und diese Aufgabe jetzt abgibt. Sie bleibt der Anna-Kirche als ehrenamtliche Helferin erhalten und widmet sich anderen Aufgaben.
Kinder-Zeltlager vom 10. bis 11. Juli
Die Kirchengemeinden Höchstädt und Dillingen laden alle Kinder im Grundschulalter ins Kinder-Zeltlager vom 10. bis 11. Juli in den Dillinger Pfarrgarten ein. Das Zeltlager endet mit dem Abschluss-Familiengottesdienst in der Katharinenkirche am Sonntag um 10:15 Uhr.
Ökumenische Tagesfahrt nach Ursberg und Bad Krumbad
Auf dem Programm steht am Vormittag ein Rundgang über das beeindruckende Gelände von Kloster Ursberg mit Kirche, Klosterladen und Gärtnerei und einem Überblick über die Einrichtungen des Dominikus-Ringeisen-Werkes.
Nach der Mittagspause im Bräuhaus geht die Fahrt zum malerisch gelegenen Bad Krumbad in der Nähe von Krumbach.
dort gibt es eine Führung im Kurhaus. Im herrlichen Garten ist Gelegenheit zu Kaffee und Kuchen.
Die Fahrt beschließen wir mit einer Andacht in der Kapelle des Kurhauses.
Abfahrt: Marktplatz um 8.45 Uhr
Buskosten: 18 Euro
Die Anmeldung ab sofort bis zum 19. Juli im Pfarrbüro Tel. 1011 oder bei Frau Eder Tel. 1491
Trauerwanderung
In der Trauer gehen – Hospizdienst bietet Wanderung für Trauernde an
Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist nichts mehr so wie es war. Betroffenen fällt es schwer über diese Gefühle zu sprechen und sich im Alltag wieder zurecht zu finden. Das Wandern in der freien Natur kann für Trauernde eine Möglichkeit sein, in Bewegung zu kommen, es gelingt leichter, der Betroffenheit Ausdruck zu verleihen, Gemeinschaft zu spüren und eigene Erfahrungen miteinander zu teilen. Der Hospizdienst der Caritas bietet am Samstag, den 11.09.21 eine solche Wanderung für Trauernde an. Begleitet wird die Gruppe von ausgebildeten Trauerbegleitern des Hospizdienstes, die mit Impulsen und Gesprächen diesen Weg mitgehen. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Waldparkplatz „Himmelreich“ bei Altenbaindt (Zufahrt über Reichenbachstraße in Altenbaindt). Es wird ein Weg von 5 Kilometern auf breiten Kieswegen im Wald gegangen. In der Spechthütte können sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen stärken. Eine Teilnahme ist mit keinen Kosten verbunden. Eine Anmeldung ist erforderlich, weitere Infos erteilen die Koordinatorinnen des Hospizdienstes unter 09071/70579-14.
Interkulturelle Woche: Dokumentarfilm im Dillinger Kino
Einladung zum kostenlosen öffentlichen Kinoabend im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021
· Der Integrationsbeirat Dillingen a.d.D. und die Integrationslotsin laden zum Filmabend mit anschließendem Filmgespräch mit dem Produzenten und der Regisseurin ein.
· Gezeigt wird der Film „PARADISE LOST BEHIND“, ein Dokumentarfilm über die Situation in den Flüchtlingslagern auf der griechischen Insel Samos in Zeiten der Coronavirus-Pandemie (FSK 16).
· Der Produzent und die Regisseurin werden anwesend sein und stehen anschließend für ein Filmgespräch zur Verfügung.
· Ohne vorherige Anmeldung ist keine Teilnahme möglich.
· Jeder darf kommen – Eintritt, ein Getränk sowie ein kleines Popcorn sind inklusive.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Angebot und die Gelegenheit zum anschließenden persönlichen Austausch nutzen würden!
Erntedankfest in Höchstädt
Lebensmittelspende für die Tafel an Erntedank
Am 3. Oktober um 9.00 Uhr feiern wir Erntedankfest in der evangelischen Anna-Kirche in Höchstädt.
Zu diesem Erntedankgottesdienst laden wir die Gottesdienstbesucher ein, ihre Solidarität mit den Bedürftigen der Tafel zu zeigen und haltbare Lebensmittel mitzubringen, die dort auf einem Spendentisch abgegeben werden können.
Es ist ein Zeichen der Nächstenliebe und Großzügigkeit, wenn möglichst viele Gaben zusammenkommen für diejenigen, die auf die Hilfe der Caritas und die wöchentlichen Ausgaben der Tafel angewiesen sind.
Ihre Spende verbleibt in der Tafelausgabestelle in Höchstädt.
Diese Gaben bitte möglichst bis Freitag oder Samstagvormittag in die Kirche bringen, die Abgabe ist aber natürlich auch noch beim Erntedank-Gottesdienst möglich.
Herzlichen Dank für Ihre Gaben!
Gemeindefreizeit
Gemeindefreizeit der evangelischen Kirchengemeinden Höchstädt und Dillingen
Die beiden Kirchengemeinden waren gemeinsam zur Gemeindefreizeit im Allgäu. Insgesamt 70 Personen jeden Alters verbrachten das Wochenende vom 8. bis zum 10. Oktober zusammen in Rettenbach am Auerberg. Das Gästehaus Lindenhof bot Unterkunft und Verpflegung.
Wir machen uns auf den Weg
Pfarrer Wolfram Schrimpf begrüßte die Erwachsenen am Freitagabend mit einer kurzen Andacht im Freien. Er griff das Thema der Gemeindefreizeit auf: „Wir machen uns auf den Weg“ und gab jedem die Gelegenheit sich kurz vorzustellen. Die Mitarbeiter der Konfi-Jugend hatten für die vielen Kinder ein Abendprogramm vorbereitet, starteten ebenfalls mit einer Kennenlernrunde und beendeten den Tag mit einer Gutenachtgeschichte.
Themenwanderung
Der Samstagvormittag begann mit Achtsamkeitsübungen bei denen jeder, der wollte, Energie für den Tag sammeln konnte. Nach dem Frühstück begann Pfarrer Schrimpf den Tag mit einer Andacht im Freien und lud anschließend zur Themenwanderung mit abwechselnden Wegen und Anregungen ein: „Überlege dir auf dem Weg, wofür du dankbar ist“, oder „gehe mit jemandem, den du bisher kaum kanntest“. Zeitgleich boten die Jugendlichen den Kindern ein Programm im Freiem, bei dem sie sich austoben konnten.
Erholung im Allgäu
Nach dem Mittagessen konnten die Familien verschieden Ausflüge unternehmen. Wer wollte spazierte bei strahlendem Sonnenschein um den Hopfensee, folgte dem Burgenpfad, wanderte durch die Feuersteinschlucht, fand Geo-Caches oder erkundete den Moosweg. Bei Allem stand im Mittelpunkt, das Wochenende mit der Familie zu genießen und Zeit mit anderen Menschen zu verbringen.
Spieleabend
Nach dem Abendessen gruselten sich die Kinder bei einer Nachtwanderung. Die Erwachsenen konnten in der Cafeteria verschiedene Brettspiele ausprobieren, sich im Kaminzimmer durch einen Büchertisch wühlen, im Fernsehraum eine moderne Verfilmung über Jesu Wirken ansehen oder ihre ersten Erfahrungen bei einer Yoga-Stunde sammeln.
Gottesdienst zum Selbermachen
Am Sonntagmorgen teilten sich die Teilnehmer nach dem Frühstück in vier Gruppen auf und bereiteten den Gottesdienst im Freien vor. Sie suchten Lieder und übten sie ein, schmückten auf dem Gelände hinter dem Haus einen Altar, bereiteten zusammen mit den Kindern die Predigt als Anspiel vor und formulierten Gebete. Danach feierte die Gemeinde den Gottesdienst mit Abendmahl.
Nächstes Jahr in Agatharied
Nach dem Mittagessen, kurz vor der Abfahrt, trafen sich die Teilnehmer nochmal auf der Wiese beim Haus und ließen das Wochenende Revue passieren. Die vielen Gespräche mit anderen Menschen und das Programm der drei Tage war für die meisten das Wichtigste. Die nächste Gemeindefreizeit ist bereits in Planung: „Wir wollen vom ersten bis zum dritten Oktober in Agatharied am Schliersee sein“, kündigte Pfarrer Wolfram Schrimpf an.
Gottesdienst zum Reformationstag
Alle Gemeinden der Region sind am 31.10. eingeladen, das Reformationsfest in der Schlosskapelle in Höchstädt um 18 Uhr zu feiern. In die entsprechende Stimmung versetzt uns der Chor Cantamos mit mittelalterlicher Musik und Instrumenten. Im Anschluss bieten wir die Möglichkeit, gemeinsam in einem Höchstädter Lokal einzukehren. Wir haben Tische reserviert.
Predigtvorgespräch
Beim Predigtvorgespräch lesen wir gemeinsam den Bibeltext, über den am kommenden Sonntag gepredigt werden soll. Bei Tee und Keksen kommen wir darüber und alles andere ins Gespräch. Coronabedingt funktioniert das auch ganz wunderbar über Zoom:
https://zoom.us/my/annakirche.
Tee und Kekse müssen dann allerdings selbst serviert werden.
Eingeladen sind insbesondere alle Konfirmanden, aber auch alle anderen interessierten Gemeindeglieder.
Der nächste Termin ist
Freitag, der 19. November 2021 um 17 Uhr.
Als der Adventskranz entstand
Es war einfach furchtbar dunkel. Harry lag in seinem Bett und dachte an die vergangenen Tage, Monate und Jahre. Furchtbar dunkel war es nicht nur dort unter der Treppe, wo er früher seinen Schlafplatz gefunden hatte, sondern in seinem ganzen Leben. Zuerst war der Vater in der Fabrik verunglückt. Ein schwerer Balken ist auf ihn gefallen. Gestorben ist er dann zuhause, Mutter hatte versucht, noch etwas Geld für einen Arzt aufzutreiben. Aber der hatte gesagt, dass er nichts mehr für ihn tun könne. Seine Schwester Marie und er waren da noch ganz klein, aber Harry kann sich noch ganz genau erinnern, wie sie an Vaters Bett saßen. Dunkel war das, die einzige Kerze wurde angezündet, als er dann tot war.
Harry dachte damals, dass es nicht dunkler werden könne. Er dreht sich in seinem eigenen frisch gemachten Bett und dann kommen ihm bei der Erinnerung die Tränen. Mutter hatte die kleine Marie mit ihren 5 Jahren bei einer wohlhabenden Familie abgeben. Dort musste sie die Böden schrubben und Wäsche waschen. Aber sie hatte täglich immerhin etwas zu essen. Für ihn, Harry konnte Mutter nichts tun, als sie das Zimmer verlassen mussten, in dem Vater gestorben war, wo sie geweint, gegessen und geschlafen hatten. Da gab ihm Mutter einen Kuss auf die Stirn und sagte: „Jetzt musst du es alleine schaffen.“ Harry war da gerade mal 7 Jahre alt. Seine Mutter hat er seither nie mehr gesehen.
Im Keller eines großen Hauses hatte er dann sein Versteck gefunden. Unter der Treppe, da war eine dunkle Nische und es gab ein paar leere Kartoffelsäcke zum zudecken. Da würde ihn keiner finden, dachte Harry. Aber er hatte sich getäuscht. Plötzlich war Fritz da, ein anderer Junge, vielleicht zwei Jahre älter als er. Der wollte ihn erst vertreiben: „Das ist mein Schlafplatz, du hast hier nichts zu suchen, scher dich weg.“ Aber vermutlich hatte Fritz dann doch Mitleid mit ihm und sie quetschten sich beide unter den engen Platz unter der Treppe im dunklen Keller.
Fritz hatte ihn dann mitgenommen. In die Hamburger Innenstadt, an den Hafen, an die Plätze, wo viel los war. Fritz traf sich mit zwei anderen Jungs. Er, Harry, sollte einfach erstmal nur zusehen. Es war eigentlich recht einfach. Wenn die drei Jungs gesehen hatten, wo jemand sein Geld hatte, dann verfolgten sie den eine Weile, warteten auf eine gute Gelegenheit. Zwei lenkten den dann ab, manchmal täuschten sie eine Schlägerei vor rempelten ihn an oder ließen etwas fallen. Der andere zupfte dann den Geldbeutel aus der Manteltasche. Und dann hieß es rennen!
Manchmal hatten sie Glück und hatten genug zu essen für ein paar Wochen. Manchmal hatten sie Pech, wurden erwischt und übel geschlagen. So ging es über Jahre. Und auch, wenn sie manchmal Glück hatten: Hunger und Angst, das war das, was Harry am allermeisten spürte. Dunkel war diese Zeit, richtig finster.
Dann dieser Tag vor ein paar Wochen. Fritz und Harry beobachteten, wie eine andere Bande von Jungs den Geldbeutel von einem reichen Mann stehlen konnten. Fritz meinte dann bloß; „komm, den holen wir uns“. Und tatsächlich, sie konnten den Beutel den anderen Jungs abluchsen. Rannten vor denen dann davon, wurden in einer Sackgasse eingezingelt. Harry sah sie noch die Messer ziehen und wie sie Fritz packten. Er hörte ihn noch schreien, aber Harry rannte um sein Leben.
Harry macht sich Vorwürfe, wie konnte er Fritz nur im Stich lassen. In ihrem dunklen Versteck unter der Treppe ist er nicht mehr aufgetaucht. Nicht die erste Nacht, nicht die zweite und auch nicht die dritte. Harry machte sich auf die Suche. Nichts war herauszukriegen, niemand wusste etwas.
Dann kam dieser Sonntag. Er traf auf eine Gruppe anderer Kinder. Arm wie er. Die meinten, er solle doch mitkommen, ob er nicht genauso Hunger hätte wie sie. Harry lief einfach mit. Vor der Kirche gab es eine warme Suppe. Während des gesamten Gottesdienstes starrte Harry dann den Gekreuzigten hinter dem Altar an. Ob Fritz auch so viel bluten musste?
Danach nahmen ihn die anderen Kinder mit in ein Haus. Dort gab es Tee und die Kinder sollten aus der Bibel lesen. Wo gab es denn soetwas? Diese Kinder, so arm und so dreckig wie er lernten lesen!
Harry weiß nicht wieso er dort blieb. Und er weiß auch nicht, warum sich dieser Pfarrer Johann Hinrich Wichern hieß er, zu ihm gesetzt hat. Vielleicht, weil Harry so traurig aussah? Warum auch immer, er erzählte diesem fremden Menschen seine ganze Geschichte. Das hatte Harry noch nie getan. Und es tat gut. Der Pfarrer sagte nichts, und belehrte ihn auch nicht, als er ihm von den Diebstählen erzählte.
Und dann erzählte dieser Pfarrer: Er hätte bei reichen Hamburger Bürgern viel Geld erbettelt und ein großes Bauernhaus für Kinder wie ihn. Und so war Harry mitgegangen. Hatte ein eigenes Bett bekommen mit einer Matratze aus Stroh und einer richtigen Decke aus Wolle.
Da lag er jetzt und konnte doch nicht einschlafen. Immer noch hatte er große Schuldgefühle und Sorgen wegen Fritz. Wo war der bloß?
Am nächsten Abend, Harry hat dann scheinbar den ganzen Tag geschlafen, sitzt ein anderer Junge neben ihm und schaut ihm beim aufwachen zu und sagt: „Komm mit, es gibt die Abendandacht“. Wie im Traum erscheint ihm das neue Zuhause. Er kann es kaum glauben. Hier soll er jetzt mit anderen Kindern leben können. Solche Jungs von der Straße wie er. Sie sollen sogar einen Beruf lernen. So hatte es ihm Pfarrer Wichern gestern versprochen.
Und dann findet sich Harry im großen Wohnzimmer wieder. Ein großes Wagenrad hängt da von der Decke. Viele Kerzen sind drauf und Grünzeugs.
Die anderen Jungs und Mädchen stehen andächtig da. Sie wissen scheinbar worum es geht. Sind ja schon länger da. Also stellt sich Harry auch so hin. Und versucht zuzuhören. Der Pfarrer erzählt etwas von Hoffnung und wie wichtig die ist im Leben. Hoffnung auf eine gute Zukunft, das kennt Harry nicht. Aber jetzt will er daran glauben. Hoffnung ist grün sagt der Pfarrer. Grün wie die Tannenzweige.
Und er sagt etwas von der Dunkelheit. Und da macht Harry die Ohren weit auf. Das kennt er. Das kennen alle hier sagt der Pfarrer. Sogar er selber, er war auch einmal ganz arm als Kind. Aber Gott bringt mit seinem Kind Licht in die Welt. Jeden Tag ein bisschen mehr. Mit ihm wird es hell und für euch soll es auch hell werden.
Jeden Tag ein bisschen mehr, bis Weihnachten. Jeden Tag eine neue rote Kerze, am Sonntag eine große weiße.
Und auf einmal sieht Harry alle Kerzen brennen. Ganz hell wird es im Raum. Harry sieht die Kerzen spiegeln in den Fensterscheiben. Und da, kann das sein? Da hinter der Fensterscheibe, ist das Fritz? Ja ganz sicher, er lacht ja und auf einmal wird es ganz warm in Harrys Herz.
Andacht: Bilder sehen - Bilder verstehen
Caspar David Friedrich (1776-1840): Mondaufgang am Meer (1820)
Vielleicht hatte C.D. Friedrich das bekannte Lied „Der Mond ist aufgegangen“ im Ohr, als er die stimmungsvolle Szene malte. Das ruhige Meer, die herannahenden Schiffe und der Schein des Mondes üben eine ganz besondere Wirkung auf uns aus, lassen uns still und andächtig werden.
Friedrich zog es immer wieder hinaus in die einsame Natur, wo er wanderte und zeichnete. Abgeschottet in seinem Dresdener Atelier arbeitete er dann an Gemälden, die seine Empfindungen beim Betrachten der Natur widerspiegeln. Barbara Pfeuffer wird das Bild des bedeutendsten Malers der deutschen Romantik beschreiben und erklären.
Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Andacht am Mittwoch, 8.12.2021 in der evangelischen Anna-Kirche in Höchstädt um 19.30 Uhr eingeladen.
Gehn wir Weihnachten in die Kirche?
Muss ich reservieren? Welche Hygieneregeln erwarten uns? Wer 2021 einen Weihnachtsgottesdienst besuchen möchte, stellt sich auch diesmal derartige Fragen. Hier finden Sie Antworten.
Für alle Höchstädter Gottesdienste gilt: Keine Resevierung, keine Zugangsvorraussetzungen (wie 3G), 1,5m Abstand zwischen Haushalten, FFP2 Maske insbesondere in Innenräumen und beim Singen.
- Der Gottesdienst mit Krippenspiel findet auch dieses Jahr im Höchstädter Stadtpark statt. Hier haben wir sowohl viel Platz als auch frische Luft. So können Sie die Abstände einhalten, die Sie für Ihr Sicherheitsgefühl benötigen. Damit Sie die Friedensbotschaft der Engel auch gut verstehen jönnen, stellt Fabian Weiss eine ausgezeichnete Lautsprecheranlage zur Verfügung. Eine lange Predigt wird es nicht geben, so können Sie bald wieder nach Hause zur Bescherung. Parkmöglichkeiten gibt es etwa beim Höchstädter Rathaus. Beginn 16 Uhr, Pfarrerin Ivena Ach mit Team.
- Wer vor Bescherung und Abendessen einen klassischen Gottesdienst feiern möchte, ist herzlich zur Christvesper um 18 Uhr eingeladen. Unter Einhaltung der Abstandsregeln bietet unsere Anna-Kirche Platz für ca. 70 Teilnehmende. Das reicht erfahrungsgemäß gut aus. Gottesdienst mit Predigt von Pfr. Wolfram A. Schrimpf.
- Zu nächtlicher Stunde gibt es eine feierliche Christmette mit Abendmahl um 22:30 Uhr. Unter Einhaltung der Abstandsregeln bietet unsere Anna-Kirche Platz für ca. 70 Teilnehmende. Das reicht erfahrungsgemäß gut aus. Gottesdienst mit Predigt von Pfr. Wolfram A. Schrimpf.
Online-Segnungsgottesdienst für Schwangere und ihre Familien
Von Hoffnungsträgerinnen und ihren Engeln
Online-Segnungsgottesdienst für schwangere Frauen und die ganze Familie
Schwangere Frauen und ihre Familien sind eingeladen zu einem Online-Segnungsgottesdienst mit Live-Chat am Sonntag, 19. Dezember um 18 Uhr auf www.youtube.com/bayernevangelisch. Der Gottesdienst wird übertragen direkt aus den Beratungsräumen von Hebamme Anna Brodersen in Memmingen
Im Einladungstext heißt es: „Schwangere tragen Hoffnung in diese Welt: Ein Mensch ist im Werden. Eigentlich unglaublich. In der Schwangerschaft kann es guttun, wenn man Menschen an der Seite hat, die einen unterstützen, z.B. eine gute Freundin oder eine erfahrene Hebamme. In unserem Online-Gottesdienst besuchen wir deshalb eine junge Hebamme und fragen sie, was ihr durch den Kopf geht, wenn sie Schwangere und ihr Wunder im Bauch begleitet.
Der Gottesdienst wird veranstaltet von der Segen.Servicestelle für Taufe, Trauung, Bestattung & mehr der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Weitere Informationen über die Arbeit der Segen.Servicestelle finden sich hier:
https://segen.bayern-evangelisch.de
München, 13. Dezember 2021
Johannes Minkus, Pressesprecher

