Bericht über den 9. Juli
Initiative gegen Einsamkeit im Alter
Kürzlich lud die evangelische Gemeinde der Annakirche in Höchstädt zahlreiche Vertreter der Seniorenarbeit in Höchstädt zur Vernetzung der Seniorenarbeit zu einem Austauschcafe ein. Ziel der Veranstaltung sollte es sein, Erfahrungen in der Seniorenarbeit auszutauschen und Ideen zu sammeln, wie man diese Arbeit weiter intensivieren und noch effektiver machen könnte. Gerichtet war das Treffen an alle Interessierten an dieser Arbeit oder die bereits darin tätig sind, wie in Seniorenheimen, in der Nachbarschaft oder in kirchlichen und sozialen Diensten.
Mittelpunkt war, wie man ältere Menschen besser begleiten und unterstützen kann, gerade auch diejenigen, die zu Hause leben, in ihrer Mobilität bereits eingeschränkt sind und dadurch nur noch wenig bzw. keine Kontakte mehr nach draußen haben und langsam vereinsamen, eine heute leider weit verbreitete Erscheinung. Es gibt zwar aus den kirchlichen Gemeinden Besuchsdienste, inzwischen auch den „singenden Besuchsdienst“. Verschiedene Seniorenkreise berichteten über die organisierten Nachmittage für ältere Menschen, die jeweils bestimmte Themen zum Inhalt haben und stets gut besucht werden. Auch die häusliche Unterstützung bei Krankheit und Gebrechlichkeit, das die Seniorengemeinschaft Dillingen-Lauingen-Höchstädt (Miteinander – Füreinander) anbietet, war ein Thema. Der ehemalige Krankenhauspfarrer Hans Schall berichtete ebenfalls über seine Erfahrungen. Bei allen Berichten war immer der Konsens: diese Arbeit kann sehr bereichernd sein und macht nicht nur die älteren Menschen, sondern sich selbst zu Beschenkten, wenn man die Freude in den Augen sieht.
Dem evangelischen Pfarrer Wolfram Schrimpf ist es eine Herzensangelegenheit, den Kreis der Ehrenamtlichen in diesem Bereich weiter zu vergrößern und sich weiter regelmäßig auszutauschen. Damit könnten noch mehr Menschen erreicht werden. Und dazu die Frage, wie können wir auch an die Menschen herankommen, die noch zu Hause leben. In diesem Punkt sind alle Ehrenamtlichen auf Informationen und Hinweise wie Namen und Adressen von einsamen Menschen von außen angewiesen.
Jeder sollte sich vielleicht auch nach der Pensionierung mal überlegen, ob das ein Betätigungsfeld ist, das er sich vorstellen könnte, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, jeder von uns wird älter bzw. alt und freut sich darüber, wenn er nicht vergessen wird. Das ist nicht nur eine christliche Form von Nächstenliebe, sondern allgemein eine soziale Einstellung. Jeder, der sich darin wiederfinden könnte, ist herzlich in diesem Kreis willkommen.
Roland Matitschka
Neben unserem klassischen Besuchsdienst gibt es auch einen „singenden Besuchsdienst“. Er hat bereits neue Ehrenamtliche gewonnen.
Hier ein paar Eindrücke aus unserem Besuchsdienstteam.
Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen, Ihre Anregungen – und auf Sie!
