Vorschlag für einen Hausgottesdienst

Gottesdienst Zuhause
Bildrechte: Gerd Altmann Pixabay

Zum 29.3. Erstmalig in der Geschichte des Christentums treffen sich Christen nicht mehr zu Gottesdiensten. Aus Sorge um unsere Nächsten fasten wir Gemeinschaft. Wir verzichten auf das Zusammenkommen in unserer Kirche. Dennoch wollen wir die Tradition des Sonntags nicht vergessen. Christus spricht: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). Deshalb gibt es hier einen Vorschlag für einen Hausgottesdienst, den man am Frühstückstisch mit seinem/r PartnerIn oder der Familie feiern kann. Online gibt es viele Angebote, Gottesdienste zu konsumieren. Hier soll die Möglichkeit geboten werden, sich selbst auch mit Geist, Hand und Mund zu beteiligen. Damit beleben Sie, damit belebt Ihr das evangelische Verständnis vom Priestertum aller Gläubigen!  

Es empfiehlt sich, zuvor die Lesepassagen unter den Familienmitgliedern aufzuteilen. Hierzu kann der Ausdruck als Pdf  mit allen Texten, Noten und Liedern genutzt werden.

Mit dem Smartphone können im Folgenden die Liednummern angeklickt werden, um auch dann mitsingen zu können, wenn keine Gitarre zur Hand ist.  

 

  • 10:15 Uhr die Glocken der Anna-Kirche läuten zum gemeinsamen Beginn
     
  • Zeit, eine Kerze zu entzünden
     
  • Kreuzzeichen: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“
     
  • „Der Wochenspruch für den Sonntag Judika steht im Evangelium des Matthäus Kapitel 20,28:
    „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele.“
    Die Dramatik nimmt zu. Wir nähern uns immer mehr dem Höhepunkt der Passionsgeschichte. Judika heißt: „richte mich“ oder „schaffe mir Recht“. Indem Jesus hingerichtet wird, schafft er uns sein Recht und richtet uns auf. Er gibt sein Leben, damit wir es neu bekommen.
    Die Dramatik in den italienischen Krankenhäusern hat einen Höhepunkt erreicht. Krankenpfleger und Ärztinnen opfern sich auf bis an die Grenzen ihrer Kraft. Und dann gibt es Geschichten wie die des katholischen Priesters, der auf sein Atemgerät verzichtet und stirbt, damit ein Anderer Leben kann. In aller Dramatik kann diese Geschichte auch Hoffnung geben."


     
  • Zum Mitsingen: EG 91 1.4-5 Herr stärke mich, dein Leiden zu bedenken
     
  • Gebet
     
  • Lesung des Evangeliums: Mk 10,35-45
     
  • Glaubensbekenntnis
     
  • Zum Mitsingen: 075 Wo Menschen sich vergessen
     
  • Lesung des Predigttextes: Hebr 13,12-14
     
  • Kommen Sie über diesen Text ins Gespräch. Lassen Sie sich von den folgenden Fragen inspirieren:
     

    „Im Evangelium haben wir gehört, dass sich Jesus als unser Diener versteht. Wie ist das zu verstehen: Wie dient uns Jesus durch sein eigenes Blut?“

     

    „>Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein< sagt Jesus im Evangelium. Jesus macht sich sehr klein: Er >trägt die Schmach< >draußen vor dem Tor<. Wo müssen wir Jesus heute suchen?

     

    „>So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager< Wie können wir ihm tragen helfen?“

     

    „Kann mir die zukünftige Stadt Hoffnung geben? Wie?“

  • Zum Mitsingen: EG 384 Lasset uns mit Jesus ziehen
  • Fürbitten
  • Vaterunser
  • Segen

 

 

 

 

Der Hausgottesdienst vom letzten Sonntag: