Rückblick Kirchweihwochenende

Festzelt
Bildrechte Dieter Obermayer

Gemeinschaft auch nach 40 Jahren (Von Dieter Obermayer)

Zum Festwochenende der Anna-Kirche waren mehere hundert Freunde und Interessierte zu Gast. Beim Seniorennachmittag mit dem Alleinunterhalter Karl Malz war das Gemeindehaus bis auf den letzten Platz belegt und die Stimmung war so gut, dass sogar getanzt wurde. Beim Spendenlauf mit Kindern aus der Grundschule und den umliegenden Kindergärten kamen mehr als 1.000 Euro Spenden für die Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Beim Taizé-Gebet musste für die vielen Kirchenbesucher ein Nebenraum extra geöffnet werden. Auch die Historische Stadtführung mit anschließendem Grillen begeisterte die Besucher. Beim Sieben-Schwaben-Ziehen gewann die katholische Gemeinde aus Höchstädt. Die Gewinnermannschaft bekommt ein Essen, das von keinem Geringeren als Pfarrer Wolfram Schrimpf zubereitet wird. Die Evangelen belegten den zweiten Platz. Beim Clemens Bittlinger Konzert waren knapp 200 Menschen zu Besuch. Der Musiker wurde vom Chor Cantamos und einem Projektchor aus Höchstädt unterstützt.

Beim Festgottesdienst war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Es mussten sogar Bierbänke hinzugeolt werden. Der ehemalige Pfarrer Heinrich Funk hat das Evangelium verlesen. Er hat beim Bau der Anna-Kirche vor 40 Jahren selbst mit Hand angelegt. Sein damaliger Nachfolger Jürgen Nitz hielt den zweiten Teil der Predigt und erzählte, dass er das fertige Kirchengebäude übernehmen durfte, um es mit Menschen, nämlich der evangelischen Gemeinde Höchstädt, zu füllen. Pfarrer Wolfram Schrimpf konnte ihm besätigen, dass ihm das sehr gut gelungen sei. Denn alleine an den vielen Besuchern konnte man erkennen, dass die Arbeit der beiden ehemaligen Pfarrer heute noch viele Früchte trägt.

Beim anschließenden Fest im Kirchhof konnten die rund 300 Freunde und Interessierte der Anna-Kirche noch miteinander feiern und die Kinder konnten sich beim Kinderprogramm austoben.

 

Ein kleines Wunder von Höchstädt – Anna-Kirche feiert 40 Jahre gelebten Glauben (Von Erwin Ballis)

Höchstädt – Drei Tage Sonnenschein, volle Bänke und eine spürbare Gemeinschaft: Das Jubiläum „40 Jahre Anna-Kirche“ ist für die evangelische Gemeinde in Höchstädt zu einem vollen Erfolg geworden. „Wir sind sehr dankbar und glücklich über diese Tage“, zieht Kirchenvorstand Günter Ballis ein rundum positives Fazit.

Schon der Auftakt ließ aufhorchen. Pfarrer Eberhardt fand eindringliche Worte – und spannte den Bogen weit über Höchstädt hinaus. Die Kriege in der Welt ließen ihn nicht los: „Die Menschheit lernt einfach nichts“, sagte er nachdenklich. Umso wichtiger sei es, Orte des Friedens und der Begegnung zu schaffen – wie die Anna-Kirche.

Dass dies gelingt, zeigte sich an allen Programmpunkten. Das Taizé-Gebet berührte mit seiner besonderen Atmosphäre, der Altennachmittag war bestens besucht. „Es ging immer um das Zusammenkommen“, so Ballis. Und doch durfte auch der sportliche Ehrgeiz nicht fehlen.

Beim „7-Schwaben-Ziehen“ traten sieben Gruppen gegeneinander an – von Ringern, Fußballern und Taekwondo-Kämpfern des SSV über die Feuerwehr bis hin zu einer „bunten Gruppe von Höchstädtern“ sowie Teams der evangelischen und katholischen Kirche. Die Favoriten schienen schnell ausgemacht. „Dass die beiden kirchlichen Gruppen ins Finale kommen würden, hätte wohl niemand erwartet“, sagt Ballis. Beim letzten Mal war für die evangelische Mannschaft früh Schluss gewesen.

Diesmal kam alles anders. Beide kirchlichen Teams kämpften sich bis ins Finale vor – ein überraschendes Duell, das viele Zuschauer als „kleines Wunder“ bezeichneten. Am Ende setzte sich die katholische Mannschaft um Pfarrer Ertl durch. „Das zeigt, was möglich ist, wenn man an sich glaubt“, so ein Besucher am Rand.

Auch das Konzert mit Liedermacher Bittlinger wurde zu einem Höhepunkt. Gemeinsam mit dem Höchstädter Projektchor und dem Chor der evangelischen Kirche entstand ein mitreißendes Erlebnis. „Das war kein Konzert zum Zuhören, sondern zum Mitmachen“, beschreibt eine Besucherin. Bittlinger selbst erinnerte daran, „welch großes Glück es ist, in Deutschland leben zu dürfen“ – und warb zugleich für Frieden und den Schutz der Erde.

Der emotionale Höhepunkt folgte am Sonntag. Im Festgottesdienst wurde die Geschichte der Kirche lebendig. Pfarrer Schrimpf sprach in seiner Predigt von einem besonderen Geist: „Hier kann man Zusammenhalt spüren – hier kann man ein Stück Paradies erfahren.“

Pfarrer Funk, der vor 40 Jahren in Höchstädt wirkte, übernahm die Lesung. Pfarrer Nitz blickte zurück auf die Anfänge: „Wir hatten kein Geld – aber wir hatten Menschen, die an die Idee geglaubt haben.“ Firmen und Helfer hätten damals Großes geleistet, vieles sei durch Spenden möglich geworden. „Heute wäre so etwas kaum mehr denkbar“, meinte Nitz mit Blick auf Vorschriften und Rahmenbedingungen. Zugleich äußerte er Sorge über die Entwicklung der Kirche insgesamt: „Es wird gespart und reduziert. Vielleicht kann Höchstädt zeigen, dass es auch anders geht – mit Vertrauen und Nähe zu den Menschen.“

Für ihn bleibt die Anna-Kirche „die schönste Kirche“ seiner Amtszeit.

Mit einem Grillfest, Kaffee und Kuchen sowie einer Tanzeinlage des Historischen Vereins klangen die Festtage aus – getragen von vielen Gesprächen und Begegnungen.

Ein Satz einer älteren Besucherin fasste schließlich zusammen, was viele empfanden. Sie sagte zu Ballis: „Das war vielleicht der schönste Gottesdienst meines Lebens.“

Bericht zum Kinderfestgottesdienst (Von Katja Finger)

Am 3.5.2026 war das 40-jährige Jubiläum der Annakirche und die Kinder feierten einen Kindergottesdienst. 
Das Kigo-Team hatte die Hochzeit zu Kana vorbereitet, und die Kinder spielten die Geschichte begeistert nach: Mit Brautpaar, Rabbi, Gastwirt und vielen Hochzeitsgästen. So erlebten sie, wie Jesus Wasser in Wein (naja, in Traubensaft) verwandelte und ließen sich alle gemeinsam das Festmahl schmecken. Als besondere Überraschung für die Erwachsenen sangen und tanzten die Kinder später noch im großen Gottesdienst zu dem Lied: "Wir feiern heut ein Fest und laden alle ein". Mit ihrer Freude steckten sie dabei auch die Erwachsenen an.
Liebe Kinder, das Kigo-Team freut sich schon auf den nächsten Kindergottesdienst mit euch am 7.6.2026!


 
Eine volle KircheKindergottesdienst das Fest zu KanaAufführung der Kinder