Kaiser Tiberius und das Ei

Maria Magdalena, Kaiser Tiberius und das Osterei
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Am 16.4.2026 war Leben in unserer Kirche: Der Miniclub und der Maxiclub hatten zum Oster-Krabbelgottesdienst eingeladen. 21 Kinder mit ihren Mamas, Papas, Omas... feierten einen von Pfarrer Wolfram Schrimpf und Team liebevoll vorbereiteten Gottesdienst. Die Kircheneule Frieda staunte nicht schlecht, als Maria Magdalena dem Kaiser Tiberius die Auferstehung von Jesus mit einem Ei erklärte. Im Anschluss an den Gottesdienst durften alle Kinder (und danach sogar noch die Erwachsenen!) im Garten versteckte Ostertütchen suchen. Bei Kaffee, leckerem Hefezopf und Ostereiern wurde dann noch gut gelaunt weiter gefeiert.

Ostertüten
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Frieda und ihr Küken
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Hier ist unser Anspiel zur Legende um das Osterei:

Erzähler/Erzählerin:
Vor langer, langer Zeit lebte Kaiser Tiberius.
In einer Legende heißt es, dass Maria Magdalena ihm von Jesus erzählt hat:
Von seiner Liebe.
Von seinen Heilungen.
Von seinen guten Worten.
Kaiser Tiberius gefallen diese Geschichten.
Eines Abends bittet Tiberius Maria Magdalena um eine weitere Geschichte.

Maria Magdalena:
Heute möchte ich Dir erzählen, was passiert ist, als Jesus gestorben ist:
Wir haben den toten Jesus vom Kreuz abgenommen. (Erzähler/Erzählerin zeigt Bild 1)
Wir haben ihn ins Grab gelegt.
Wir waren alle sehr traurig (Erzähler/Erzählerin zeigt Bild 2)

Kaiser Tiberius:
Jesus macht so viel Wundersames.
Ist Jesus wirklich tot?

Maria Magdalena:
Ja.
Aber das ist nicht das Ende.
Am dritten Tag, ganz in der Früh sind wir zum Grab gelaufen.
Wir wollten noch einmal zu ihm (Erzähler/Erzählerin zeigt Bild 4)
Aber da war nur ein Engel, der sagt: Jesus lebt.
Gott hat ihn auferweckt. (Erzähler/Erzählerin zeigt Bild 7)

Kaiser Tiberius:
Das kann ich nicht glauben. 
Hast du ihn denn auch gesehen?

Maria Magdalena:
Ja, er ist vielen von uns erschienen. (Erzähler/Erzählerin zeigt Bild 9)
Er ist nicht tot.
Er lebt. 
Das macht uns glücklich (Erzähler/Erzählerin zeigt Bild 11)

Kaiser Tiberius:
Ich will glauben, dass du etwas erlebt hast.
Dass Menschen von den Toten auferstehen können, 
das kann ich nicht glauben.

Maria Magdalena:
Ich werde dir morgen etwas mitbringen.

Maria Magdalena geht fort, Kaiser Tiberius schläft, Licht aus, Licht an, Maria Magdalena kommt mit Ei zurück:

Kaiser Tiberius:
Ein Ei?
Was soll das bedeuten?

Maria Magdalena:
Dieses Ei sieht still und stumm aus.
Es ist hart und fest.
Fast wie ein kleiner Stein.
Und doch ist in ihm Leben verborgen.

Kaiser Tiberius:
In einem Ei?

Maria Magdalena:
Ja.
So wie aus dem Ei neues Leben kommen kann,
so hat Gott Jesus neues Leben geschenkt.
Jesus ist auferstanden.

Kaiser Tiberius:
Das Ei ist also ein Zeichen?

Maria Magdalena:
Ja.
Es ist wahr: Jesus ist vielen von uns erschienen.
Er ist uns begegnet — lebendig, freundlich, nah.
Wir hatten ihn doch verloren. Wir waren so traurig. Und dann hat Gott selbst uns überrascht: Jesus lebt.

Er ist nicht im Grab geblieben.
Er ist nicht bei der Dunkelheit geblieben.
Er ist nicht bei dem geblieben, was traurig und schwer ist.
Gott hat ihn auferweckt.
Das Grab konnte ihn nicht festhalten.
Der Stein konnte ihn nicht festhalten.
Und das, was verschlossen und fest war, hat Gott geöffnet.

Maria Magdalena öffnet das Ei und lässt das Küken hüpfen

Er ist aus dem Tod ins Leben gegangen.
So wie aus dem, was still und fest aussieht, plötzlich neues Leben kommen kann.
Darum sind wir froh.
Denn wenn Jesus lebt, dann ist Gottes Liebe stärker als alles, was uns Angst macht.
Dann ist Hoffnung größer als Traurigkeit.
Dann ist das letzte Wort nicht der Tod, sondern das Leben.

Kaiser Tiberius:
So will ich es glauben.
Mögen uns jedes Jahr an Ostern die Eier daran erinnern.